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Die meisten Menschen sind in der Lage, ihr Leben zu gestalten und zu meistern, ohne mit der Justiz in Konflikt zu geraten.
Aber: etwa 70.000 Menschen in der Bundesrepublik verbüßen zur Zeit eine Freiheitsstrafe.
Bei straffällig gewordenen Menschen liegen in der Regel besondere, vielschichtige Probleme vor, die in die Kriminalität geführt haben. Die Probleme konnten und können aus eigener Kraft nicht bewältigt werden und verschärfen sich oft während der Inhaftierung.
Nach der Haftzeit werden Straffällige häufig in eine ungesicherte Situation entlassen.
Ohne Wohnung, ohne Arbeit, ohne Freunde scheitern die meisten bei dem Versuch, ihre guten Vorsätze für ein straffreies Leben in die Tat umzusetzen.
Straffälligkeit betrifft fast immer auch die Angehörigen von Inhaftierten. Sie stehen oft vor einem Berg von Schwierigkeiten, werden von ihrer Umgebung gemieden und müssen mit Scham und Isolation fertig werden.
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